Alltag, Haushalt
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Vorschläge zur Haushaltsaufteilung

Ich habe probiert selbst darauf zu achten, das funktioniert für eine Woche ganz gut und endet meist recht abrupt.
Ich habe kein Problem damit, den Haushalt zu machen. Fühle mich dann aber doch schnell überfordert mit Spülen, Wischen, Saugen, Kind, Kochen, Wäsche etc. und weiß nicht, wie ich das am Tag schaffen soll.

Was Sauberkeit betrifft bin ich teilweise pingelig. Geschirr muss vorgespült, gewaschen und nachgespült werden. Selbst Wasserflecken machen wir zu schaffen und Besteck würde ich am liebsten vor jedem Essen polieren. Den Wasserhahn im Bad mache ich in unregelmäßigen Abständen mehrmals pro Woche sauber. Keine Ahnung warum (Wenn man es mit den Fingern macht, ist es nicht putzen.). Ansonsten sind mir die meisten Dinge recht egal. Wenn ich sehe, dass der Boden stärker verschmutzt ist sauge ich vielleicht nach ein paar Tagen (Du saugst eigentlich nur, wenn ich es dir sage. Was du tatsächlich im Griff hast ist der Müll, da muss ich dich fast gar nicht mehr darauf hinweisen. Egal ob in der Küche oder im Bad, den bringst du weg, wenn er voll ist.). Ich habe kein Problem damit im Haushalt etwas zu erledigen. Manche Dinge gehe ich möglicherweise zu pragmatisch an. Vor allem das Aufräumen. Warum die Polster schön hinstellen, wenn man sich in einer halben Stunde wieder darauf setzt? Oder ins Bett Polster stellen, die man zum Schlafen gehen hinaus wirft.(Ok, das mit den Kissen sehe ich ein. Unser Bett hat viele Kissen. Aber ich finde es so hübsch. Ich freue mich dann am Abend immer mich hinein zu kuscheln. Ich mag kein ungemachtes Bett. Da bin ich wohl etwas perfektionistisch.) Wobei ich die manchmal rein stelle. Einfach weil Mia das so gerne hat. Spülen übernehme ich auch öfters. Aufgrund der angesprochenen Pingeligkeit. Allerdings warte ich damit meist länger, soll sich ja lohnen, als es für Mia angenehm ist und dann macht sie es. (Ich mache es nur, weil unsere Arbeitsfläche voll steht. Oder ich irgend etwas benötige.).

Problemstellung: Ich putze und dingse, aber nur nach Hinweis, weil ich die meisten Aufgaben nicht wahrnehme. Mia macht Dinge oft selbst, bevor sie mich darauf hinweist.

Vorschlag 1: “Eine Woche du, eine Woche ich”

Ein solcher Putzplan hat schon in meiner Studierenden WG nicht funktioniert. Das Problem damals war, dass man sich einerseits nicht an die Planung hielt und andererseits nicht eingetragen hat, falls man etwas gemacht hat. Außerdem glaube ich, dass eine komplette Aufteilung nach Wochen nicht besonders förderlich für die Beziehung ist. Weil Aufgaben unregelmäßig anfallen und wir beide unterschiedliche Dinge lieber machen als andere. Das sollte man sich eigentlich zu Nutzen machen, als starr einzuteilen. Also nicht wirklich ein Vorschlag.

Vorschlag 2: Aufgabenbereiche

So machen wir es momentan schon. Ich kümmere mich um den Müll, Abwaschen, Saugen und die Wäsche. Mia ums Putzen, Wischen und eigentlich alles andere. Kochen machen wir teilweise zusammen, weil es uns beiden Spaß macht, selten koche ich alleine und meist Mia. Dass ich oft warte bis der Wäschekorb überquillt oder das Geschirr einen Tag stehen lasse macht es unrund. Sobald Mia mich auf die Dinge hinweisen muss, ist es keine Lösung mehr. Man könnte definieren, wie die unterschiedlichen Dinge erledigt werden sollen, aber das erscheint mir lächerlich. Wir sind eine Familie und kein optimierungswütendes Unternehmen.

Vorschlag 3: Haushaltstafel

Als ich mit dem Beitrag begann, klang es toll in meinem Kopf. Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Eine Magenttafel mit den unterschiedlichen Bereichen und Magneten, die den jeweiligen Zustand anzeigen. In Ordnung, Falls Zeit, Dringend. Entweder mit Symbolen oder einfach Grün, Orange, Rot. Man könnte nun auch noch die Essensplanung für die Woche sowie den Einkauf darauf organisieren. (Keine Optimierungswut?). Das schöne daran ist, dass jeder sieht, wie es momentan aussieht und im Idealfall Aufgaben schon erledigen bevor sie ein Problem werden. Meine Befürchtung ist, dass es für die meisten Dinge nervig ist. Wer möchte jeden Tag den Magneten für den Abwasch austauschen und darauf hoffen, dass der andere ihn wahrnimmt und sich dann darum kümmert? Schön wäre es, dass man später das Kind mit einbinden könnte. In fünf Jahren. Allgemein aber nicht ideal.

Vorschlag 4: Komplexität anerkennen

Bestimmte Aufgaben müssen täglich erledigt werden. Da ich es nicht schaffe sie direkt zu erkennen, muss ich automatische Erinnerungen einstellen, die mich abends fragen, ob ich dieses und jenes erledigt habe. Falls ja, kann ich es einfach abhaken. Ansonsten erledigen. Bis ich irgendwann die Erinnerungen nicht mehr brauche. Welche Bereiche das sind, muss ich mit Mia absprechen. Für den Rest kann man sich eine Haushaltstafel oder etwas anderes überlegen.

Ich glaube, wir brauchen keine Haushaltstafel. Eigentlich schaffen wir es eh gut. Ich koche gerne, putze gerne Fenster, wischen ist auch okay. Das Bad mache ich ungern. Dusche und Wanne schrubben ist ätzend. Muss aber auch manchmal sein. Leider. Staubsaugen finde ich nervig und Staub putzen auch. Gerade im Schlafzimmer sammelt sich der Staub wahnsinnig schnell an. Das kann ich nicht gut haben. Bei vielen Sachen versuche ich schon entspannter zu sein. Den Kram neben deiner Bettseite, z.B. blende ich aus. Funktioniert ganz gut= weniger Stress. Vielleicht probieren wir es erst einmal wieder mit einem Putztag. Hatten wir schon einmal — verlief eigentlich problemlos. Wie das jetzt so mit Kind klappt, muss man sehen.

Uns würde interessieren, wie andere so etwas regeln oder ob es solche Probleme gar nicht gibt.

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