Familie
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Übergabe des Elternbriefes

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Gestern haben wir Besuch vom
Jugendamt bekommen. Ursprünglich wollten sie schon früher kommen, aber da waren wir noch Mitten im Küchenumbau und wir haben per Mail um einen neuen Termin gebeten, was problemlos geklappt hat.

Das ganze war reichlich unspektakulär, aber da ich selbst neugierig war, wie es abläuft, ein kurzer Bericht.

Die Elternbriefes gibt es schon ziemlich lange in Nordrhein-Westfalen; dass sie persönlich übergeben werden ist allerdings erst seit einigen Jahren Standard. Den Besuch macht das Jugendamt, man kann aber auch sagen, dass man das nicht möchte und bekommt sie dann mit der Post zugestellt.

Der Termin war um 9:15 Uhr festgesetzt und die Dame kam auf die Minute genau. Beim hereingehen sah sie unauffällig nach links und rechts folgte uns aber direkt ins Wohnzimmer. Wir boten ihr einen Stuhl an und sie begann zu erzählen. Erst stellte sie sich kurz vor, fragte uns ob soweit alles in Ordnung sei und ob wir eine Ansprechperson (Hebamme) und einen Kinderarzt hätten. Frida saß dabei auf meinem Schoß und war ganz aufmerksam. Dann stellte sie die Elternbriefe vor. Eine Sammlung von doppelseitigen Informationsbroschüren über die Entwicklung des Kindes. Zu Beginn monatlich, später mit größeren Abständen. Bis das Kind acht Jahre alt ist. Nach erstem durchblättern recht informativ und nett aufbereitet. Dazu gab es weitere Broschüren rund um Kinderbetreuung.

Danach sprachen wir noch über die verfügbaren Hilfestellungen, wenn Eltern überfordert sind und wann das Jugendamt Sprechstunden hat. Auch wenn wir andere Eltern treffen, die Hilfe brauchen sollen wir sie gerne weiterverweisen.

Nach einem kurzen Abstecher zu Tagesmüttern, verabschiedete sich die Dame auch schon wieder. Gesamtdauer: Etwa 20 Minuten.

Ich finde die Besuche gut und sehe es weniger als ein Kontrollieren, als ein freundliches Anbieten. Die Mitarbeiter_innen des Jugendamtes bekommen einen kurzen Eindruck, aber was viel wichtiger ist: Sie stellen sich persönlich vor und sind dadurch als Ansprechpersonen, wenn einmal ein Problem auftritt, viel greifbarer.

5 Kommentare

    • Looka sagt

      Beim schreiben überlegte ich noch, ob ich es nachschlage. Verdammt. Danke.

  1. Dank unserer Ansprechpartnerin bekam der kleine Prinz damals seinen Kitaplatz (da unter 3 Jahre eigentlich kein Anspruch besteht, laut Behörde)… Und auch sonst haben wir da schon das ein oder andere Mal ein Paar gute Tipps bekommen können, ohne irgendwelche „Konsequenzen“ zu haben.

  2. Schön diesen Eintrag zu lesen. Das verschafft dem Jugendamt ein besseres Image, dass sonst ja eher mit „Kinder wegnehmen“ assoziiert wird. Das sie aber auch präventiv frühzeitig helfen und das auch lieber wollen, wird gerne vergessen.

    Daumen hoch, dass Ihr das persönlich habt abgeben lassen. 🙂

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