Essen, Kochen und Backen
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Pflaumenkuchen.

Meine Oma ist in der Backstube aufgewachsen. Sie hat Konditorin gelernt und anschließend noch eine Ausbildung als Köchin angefangen- bedeutet- in der Küche konnte meiner Oma niemand etwas vor machen.(Außerdem waren meine Großeltern 60Jahre verheiratet und ziemlich verknallt) Meine Oma hat immer gesagt: „Liebe, meine kleine Mia, Liebe geht durch den Magen. Musst du dir merken. Für jetzt und später.“ Da meine Oma eine kluge Frau war, habe ich es mir gut gemerkt und setze es in die Tat um.

Looka isst gern, ich koche gern- ich bin glücklich/er ist glücklich- hachz. Heute sollte es dann Pflaumenkuchen sein. Ich muss zugeben, ich habe noch nie einen Pflaumenkuchen gebacken. Seit ein paar Wochen entdecke ich nun auch meine Liebe zum Herd. Einfach so.

Schwierig war für mich zu erst die Rezeptauswahl. Befragt man das Internet bekommt man tausend Vorschläge. Fluffig, knusprig, leicht, kompliziert, saftig, klassisch…

Ich wollte eine Mischung- eine gute Mischung und suchte mir einfach die leckersten Dinge heraus. Kurzum: ein fluffiger Hefeteig, knusprige Zimtstreusel kombiniert mit Pflaumen.

Das Rezept recht einfach. ( Damit kann man dann mal seine Freundin/Schwiegermutter/ Mama/ Nachbarin/ Angebetete….etc überraschen)

Der Hefeteig:
500g Mehl
100g weiche Butter
75g Zucker
200ml Milch /3El warme Milch
1Würfel frische Hefe
1Ei
1Prise Salz
(wenn man es mag: etwas Zimt und Kardamon /oder Vanille)

Ich selbst habe immer etwas Angst vor Hefeteigen. Muss aber dazu sagen- so kompliziert ist es wirklich nicht.

Los gehts:

Ihr nehmt eine Tasse, gebt den kompletten Hefewürfel hinein,dann die warme Milch hinzu und eine Prise Zucker. (Hefe liebt Zucker und Wärme) Das verrührt ihr, bis die Hefe sich aufgelöst hat. Dann nehmt ihr eine Schüssel und gebt das Mehl hinein. In die Mitte drückt ihr, mit der Hand, eine kleine Mulde. Dort hinein gießt ihr die „Hefemilch“. Das war es erstmal. Der Ofen wird auf 50Grad gestellt und ihr packt die Schüssel einfach hinein. Ca. 20min. In der Zeit könnt ihr die Pflaumen entsteinen, im Internet stöbern oder kleine Herzchen in die Luft malen.

Nächster Schritt: Die Schüssel kommt aus dem Ofen, in der Mitte sollte die Hefe aufgegangen sein- das Mehl sollte aussehen wie zuvor. Nun gebt ihr Butter, Zucker, Salz und das Ei hinzu. Die Milch nach und nach. (ACHTUNG! Hier kann es zu Schwierigkeiten kommen. Nehmt zuerst nur wenig Milch und gebt sie nach und nach hinzu. Es kann sein, dass ihr nicht die komplette Milch benötigt, es kann aber auch sein, dass ihr etwas mehr Milch braucht. Testet es vorsichtig aus. )Ihr könnt es mit dem Knethaken verrühren, oder einfach mit den Händen. Wenn der Teig glatt und hübsch ist, glaubt mir ihr werdet es sehen, gebt ihr ihn noch einmal in die Schüssel und stellt ihn in den Ofen- wieder bei 50Grad.

Nun könnt ihr euch um die Streusel kümmern. Soll der Pflaumenkuchen eher klassisch sein, könnt ihr die Streusel natürlich auch weglassen. Ganz wie ihr wollt.

Streusel:
100g weiche Butter
100g Zucker
175g Mehl

Geschmack nach Wahl:
+1 TL Zimt / +2TL ChaiTea Instantpulver/ +1Päckchen Vanillezucker / +1 EL Kakao / oder einfach pur

Kurz mit den Knethaken verkneten. Fertig.

Nun kommt der Teig wieder aus dem Ofen. Knetet ihn noch einmal kurz durch und rollt ihn aus. Er klebt zu sehr? Keine Panik- einfach mit etwas Mehl bestäuben und noch einmal vorsichtig durchkneten.

Tipp: Legt den Teig gleich auf ein Backpapier und rollt ihn aus. ( Keine Nudelholz zur Hand? Dann nehmt eine saubere Flasche) Dann aufs Backblech. Nun kommt der hübsche Teil. Endspurt!

Verteilt die Pflaumen auf dem Teig. Nach Muster, oder nicht. Das ist geschmacklich egal. Darüber gebt ihr die Streusel. (Mögt ihr es süß? Dann streut noch einmal etwas Zucker über die Pflaumen)

Nun bei ca. 200Grad 20-25min backen.

Warten. Seufzen. Duften. Warten. Seufzen. Seufzen. FERTIG!

Abkühlen lassen und mit Schlagsahne anbieten. Da beißt jeder an. (Ok, diesen blöden Satz konnte ich mir nicht verkneifen. Krrrrrkrrrrrrrr.) Kurzum: Mjam.

Extratipp: Ihr steht nicht so auf Pflaumen? Kein Problem… nehmt Äpfel, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Birnen, Aprikosen…was immer ihr so mögt.

Bald…Dinge die ich noch nie gekocht habe…..

2 Kommentare

  1. Ach, zu blöd, dass die restlichen Pflaumen im Garten gerade hinüber sind und ich die Mirabellen schon zu Likör verarbeitet habe.
    Muss ich also auf die Birnen warten und mir bis dahin vorstellen, wie lecker es schmecken könnte. Besonders mit ChaiTea-Streuseln.. ?

    Vielleicht komme ich aber auch vorher einfach bei euch vorbei und lasse mich bebacken. *gnihihi*

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